Zuviel aufsteigender Saft

kann innerhalb der Veredlungsstelle verhindern, daß sich Kallus bildet, der zum Verwachsen der Veredlung erforderlich ist. In der Folge bildet sich nur ein kleines Blatt (Foto) aus den Reservestoffen im Chip. Deutlich ist die geronnene Saftspur von oberhalb des Bandes zu erkennen.

Abhilfe:
  1. Ein weiterer Sägeschnitt 5cm bis 10cm unterhalb der Veredlungsstelle, aber seitlich des alten Sägeschnitts zum Bremsen des Saftstroms.
  2. Durch Andrücken des weißen Bandes an die Veredlungsstelle kann man den dort stehenden gummiartig geronnenen Saft etwas herausdrücken und entfernen.
  3. In den nächsten zwei Wochen werden die betroffenen Pflanzen nicht ausgebrochen. Wächst die Veredlung in dieser Zeit weiter, kann wieder ausgebrochen werden.  
Sollte nach diesen zwei Wochen der Trieb kein Wachstum zeigen, läßt man die Rebe weiterwachsen. Die Veredlung muß dann im folgenden Jahr wiederholt werden.

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